Nachdem man in der Vorwoche gegen den Tabellenführer aus Golbach ein gutes Spiel ablieferte aber nichts zählbares mitnehmen konnte, waren im Spiel gegen die Zweitvertretung des SV Sötenich drei Punkte das klar angepeilte Ziel von Coach Heiko Zimmer und seiner Mannschaft.

Déjà-vu in Halbzeit eins

In den ersten Minuten der Partie sah auch zunächst alles danach aus als würden die Gäste vom Windpark nichts anbrennen lassen und das Spiel klar dominieren. Doch von Minute zu Minute wurde man nachlässiger und lies die Hausherren mehr und mehr ins Spiel kommen. So waren es die Sötenicher, die die erste hundertprozentige Chance der Partie hatten, sie aber sehr fahrlässig vergaben. Nur wenige Minuten später konnten die in schwarz spielenden Jungs vom SV von Glück reden, dass es nach einem klaren Foulspiel im Strafraum keinen Elfmeter gab. Statt diese glückliche Entscheidung als Weckruf zu verstehen und aufzudrehen machte man sich das Leben aber wieder selber schwer. Ähnlich wie in der Vorwoche schob SV-Schlussmann Bastian Gerhards den Ball ohne große Not zum Gegenspieler, der den Ball nur noch im leeren Kasten unterbringen musste. Auch im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs schaffte man es kaum mehr gefährlich vors Tor zu kommen. Stattdessen ließ man sich auf das Spiel des Gegners ein und kassierte kurz vor dem Pausentee das 2:0, bei dem die gesamte Defensive des SV im Tiefschlaf schien. 

Leichte Steigerung in Durchgang zwei

Nach der Pause, in der Trainer Heiko Zimmer sehr deutliche Worte an seine Mannschaft richtete, merkte man der Elf auf dem Platz wenigstens wieder den Willen an etwas zählbares aus Sötenich mitnehmen zu wollen. Zwar schaffte man es spielerisch nur äußerst selten zu überzeugen, war aber immerhin zwei mal erfolgreich vor dem Tor. In der 58. Minute platzierte Kevin Kupp den Ball aus gut 20 Metern formschön im unteren linken Eck. Ähnlich sehenswert war auch der Treffer zum 2:2 Ausgleich. Dominik Dreßen zog ebenfalls gut 20 Meter vor dem Tor volley ab und schweißte den Ball in den rechten Knick. Nach dem verdienten Ausgleichstreffer forcierte man  die Offensivbemühungen weiter, fand aber kaum mehr den Weg vors Tor. Die sich durch die offensivere Ausrichtung ergebenden Konterchancen nutzten die Gastgeber nicht, sodass es nach 90 Minuten beim 2:2 blieb. 

Nach einer guten zweiten Halbzeit gegen Erfthöhen und einem – bis auf das Ergebnis – zufriedenstellenden Spiel gegen Golbach, kann man mit der gezeigten Leistung gegen Sötenich II ganz und gar nicht zufrieden sein. Statt ruhig und konsequent die eigene Spielidee durchzusetzen ließ man sich auf das abwartende Spiel des Gegners ein und lud sie zu allem Überfluss auch noch zum Tore schießen ein. In den kommenden Wochen gilt es erneut an der spielerischen Dominanz zu arbeiten und individuelle Fehler zu minimieren, um auch aus spielerisch schwächeren Partien als Sieger vom Platz zu gehen.

Am nächsten Sonntag gastiert mit der SG Mutscheid/Effelsberg/Houverath der viertplatzierte der Vorsaison im heimischen Windparkstadion. Anpfiff der Partie ist um 15 Uhr.

Karla Kolumna  

 

 

 

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