Dieses Spiel ist kaum in Worte zu fassen. Was am vergangenen Sonntag im Windpark passiert ist, wird den meisten wohl lange in guter Erinnerung bleiben. Aber von vorne: Man erwartete mit der SG Eintracht Eifel einen Gegner auf Augenhöhe, der seinen durchwachsenen Saisonstart zwingend ausbessern wollte. Das war Jedem bewusst und so ging man in die Partie, die mit einer Torchance von Nils Schüler begann. Er scheiterte aber am gut aufgelegten Gästekeeper, der sein Team mehrmals im Spiel hielt. In beiden Strafräumen passierte wenig in Hälfte Eins, die Partie fand zum großen Teil im Mittelfeld statt und war dort sehr umkämpft, was die einzige Möglichkeit auf schwierigem Geläuf war. Das Spiel war absolut ausgeglichen und somit ging man ohne Tore in die Pause.

Dort stellte SV-Coach Heiko Zimmer ein wenig offensiver um, was dazu führte, dass man in der 57. Minute in Rückstand geriet. Nun war man gefordert, selbst Druck auszuüben, um noch etwas Zählbares mitzunehmen. Weiterhin wechselte Zimmer drei offensive Spieler ein, wodurch zum Einen zwar defensive Lücken entstanden, die die Gäste aber nicht erfolgreich zum Kontern nutzten. Zum Anderen wurde die Durchschlagskraft des SV vorne deutlich höher, wodurch man den Ausgleich in der 81. Minute erzwingen konnte. Dabei war es eine ganz knappe Entscheidung des Unparteiischen, als Dennis Heinen den Ball aus dem Gewühl mit dem Schienbein wohl hinter die Linie beförderte. Die Gastgeber stellten wieder ein wenig defensiver um und hofften, den Punkt über die Zeit bringen zu können. Was dann in der Nachspielzeit passierte, machte jeden einzelnen Zuschauer sprachlos. Ein Ball von Kevin Kupp hinter die aufgerückte Gästeabwehr ließ Max Jöbges auf das gegnerische Tor zulaufen. Er konnte selbst nicht durch eine Grätsche gestoppt werden, umkurvte den Keeper und schob ein zur Führung in allerletzter Sekunde. Es gab kein Halten mehr. Der Windpark bebte und hielt keinen Zuschauer mehr auf seinem Platz. Der Schiedsrichter pfiff gar nicht mehr an und damit konnte man die drei Punkte doch noch daheim behalten.

Die Erleichterung nach diesem Sieg war jedem Beteiligten anzumerken und das feierte man nach dem Schlusspfiff mit den Fans. Auch wenn das nötige Spielglück heute auf unserer Seite war, ist der SV unglaublich froh, nun mit 16 Punkten auf dem dritten Rang zu stehen. Dieses Selbstbewusstsein kann man nun mitnehmen in das Derby, das am kommenden Sonntag in Dreiborn stattfinden wird. Anstoß ist wie gewohnt um 15 Uhr.

Sabine Töpperwien

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