Am vergangenen Sonntag musste die Mannschaft von Heiko Zimmer beim absoluten Aufstiegsfavoriten, der TSV Feytal, antreten. Nachdem man beim letzten Auswärtsspiel in Golbach nicht überzeugen konnte, war die Motivation an diesem Tag eine ganz andere. Aus einer gut gestaffelten Defensive wollte man den Hausherren den Spaß am Spiel nehmen und im Idealfall in der Offensive effizient die sich bietenden Chancen nutzen.

Bereits kurz nach Anpfiff zeichnete sich ab, dass die Partie sehr intensiv geführt werden würde. In der 6. Minute war es SV-Mittelfeldmann Fabian Möhrer der zur Führung für die Gäste traf. Eine Flanke aus dem linken Halbfeld wurde länger und länger ehe sie im langen Eck des gegnerischen Tores runterkam.

Leider dauerte es nicht lange bis die durch den Gegentreffer aufgestachtelten Gastgeber ausglichen. In der 15. Minute fand ein Angriff über die linke Abwehrseite den Weg ins SV-Tor. Durch diesen Ausgleich wurde die Partie dann noch ruppiger als sie es ohnehin bereits im Vorhinein war und der unglücklich und inkonsequent handelnde Schiedsrichter tat sein übriges dazu. Nach gut 20 Minuten wurde SV-Kapitän Marcel Hupp von einem Gegenspieler von hinten absichtlich umgetreten, ohne dass der Ball auch nur annähernd erreichbar gewesen wäre. Anstatt ein solches Verhalten konsequent zu unterbinden und den Spieler vom Feld zu verweisen, zeigte der „Unparteiische“ lediglich Gelb.

Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit hatten die Gastgeber dann deutlich mehr Spielanteile, schafften es aber nicht durch die gut gestaffelte SV-Abwehr vors Tor zu kommen.

Ein ähnliches Bild bot sich den zahlreichen Zuschauern dann in Halbzeit zwei, wenngleich der SV deutlich mehr gute Chancen hatte als in Durchgang eins. Zum einen hatte Kapitän Marcel Hupp einige gute Möglichkeiten den SV wieder in Front zu bringen. Zum anderen hätten aber auch Marcel Kreiß und Jonas Sitta die Führung für die Gäste erzielen können.

Ähnlich wie der SV hatten auch die Hausherren aus Feytal gute Möglichkeiten, scheiterten aber entweder am Aluminium oder an Torhüter Bastian Gerhards. Durch das lange andauernde Remis und die harte Spielweise wurde das Spiel dann noch intensiver, was in der Folge dazu führte dass der Schiedsrichter die Kontrolle über das Spiel komplett verlor. Nach einem normalen Zweikampf ließ sich ein Feytaler Spieler zu einer klaren Tätlichkeit hinreißen: Der eingewechselte Domenik Esch wurde vom Gegenspieler an den Hals gefasst und zu Boden gebracht. Der absolut überforderte Schiedsrichter reagierte erneut nicht nachvollziehbar und zeigte lediglich Gelb. Dass selbst die Gäste erkannt hatten, dass es sich um eine klare Tätlichkeit handelte, zeigte die sofortige Auswechslung des Spielers, der erst während der zweiten Halbzeit eingewechselt worden war.

In der fünften Minute der Nachspielzeit schaffte es der Tabellenführer dann den Führungstreffer zu erzielen. Aus gut 20 Metern in halblinker Position verwandelte der Angreifer den Ball mustergültig und unhaltbar in den Winkel.

Von diesem späten Rückschlag ließen sich die Gäste vom SV jedoch nicht einschüchtern und legten eine bemerkenswerte „jetzt-erst-recht-Einstellung“ an den Tag. Kurz vor Schluss ereignete sich dann die nächste klare Fehlentscheidung des Schiedsrichters. Eine Flanke von Marco Koenn wird gut anderthalb Meter im Sechzehner von einer Feytaler Hand gestoppt. Anstatt folgerichtig auf Elfmeter zu entscheiden war der Schiedsrichter davon überzeugt, dass Freistoß ausserhalb des Sechzehners die richtige Entscheidung sei.

Nach gut 104 Minuten wurde das Spiel dann abgepfiffen und der Tabellenführer aus Feytal behielt die Oberhand. Nichtsdestotrotz muss der gesamten Mannschaft des SV ein riesiges Kompliment für diese engagierte Leistung gemacht werden. Wenn im weiteren Verlauf der Saison jedes Spiel mit diesem Ehrgeiz und diesem Willen angegangen wird und kompetente Spielleiter zu einem gelungenen Fußballsonntag beitragen, kann und wird man eine gute Rolle in dieser Liga spielen.

Karla Kolumna

 

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